Befallsunabhängige Dauerbeköderung vor dem Aus:
Was Unternehmen jetzt wissen müssen
Befallsunabhängige Dauerbeköderung – also das regelmäßige Auslegen von Giftködern, ohne dass ein akuter Schädlingsbefall nachgewiesen wurde – war über viele Jahre hinweg ein fester Bestandteil der betrieblichen Schädlingsprophylaxe. Besonders in Branchen mit hohen Hygieneanforderungen, wie der Lebensmittelindustrie, galt diese Methode als Standard, um Ratten- und Mäusebefall von vornherein zu verhindern und die Einhaltung von Qualitätsstandards zu sichern.
Was ist befallsunabhängige Dauerbeköderung?
Bei der befallsunabhängigen Dauerbeköderung werden Rodentizide, meist Antikoagulanzien, dauerhaft an festgelegten Stellen ausgelegt. Diese Köderstationen werden regelmäßig kontrolliert und nachgefüllt, unabhängig davon, ob tatsächlich ein Befall festgestellt wurde. Ziel war es, einen möglichen Schädlingsbefall frühzeitig zu unterbinden und so wirtschaftliche Schäden, Imageschäden und gesundheitliche Risiken zu vermeiden.
Warum wird die befallsunabhängige Dauerbeköderung verboten?
Ab dem Jahr 2026 ist diese Praxis in Deutschland nicht mehr zulässig. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat entschieden, dass Rodentizide künftig nur noch nach einer klaren Befallsfeststellung und für einen begrenzten Zeitraum eingesetzt werden dürfen. Die Gründe für das Verbot sind vielfältig und betreffen vor allem den Umwelt- und Gesundheitsschutz.
Jetzt auf digitales Monitoring umstellen
Steigen Sie jetzt auf digitales Monitoring um und sichern Sie sich eine zukunftsfähige, effiziente und umweltfreundliche Schädlingskontrolle für Ihren Betrieb.
Was ändert sich ab 2026?
Mit Inkrafttreten der neuen Regelung dürfen Rodentizide nur noch nach einer klaren Befallsfeststellung eingesetzt werden. Unternehmen müssen also zunächst nachweisen, dass tatsächlich ein Schädlingsbefall vorliegt – etwa durch digitale Monitoring-Systeme, Non-Tox-Köder oder regelmäßige Sichtkontrollen. Erst dann ist der gezielte Einsatz von Giftködern erlaubt, und auch das nur für einen begrenzten Zeitraum (meist maximal 35 Tage). Während dieser Zeit sind wöchentliche Kontrollen und eine lückenlose Dokumentation vorgeschrieben. Nach Abschluss der Maßnahme ist eine erneute Gefährdungsbeurteilung notwendig.
Herausforderungen und Chancen für Unternehmen
Die Umstellung auf ein Monitoring-basiertes System bringt für viele Betriebe zunächst mehr Aufwand mit sich. Inspektionen und Dokumentationen werden aufwendiger, und die Einführung neuer Technologien kann zusätzliche Kosten verursachen. Gerade in sensiblen Bereichen wie der Lebensmittelproduktion oder im Gesundheitswesen ist die Sorge groß, dass ein Schädlingsbefall nicht mehr so schnell erkannt und bekämpft werden kann.
Moderne Alternativen: Digitales Schädlingsmonitoring
Die Zukunft der Schädlingsbekämpfung liegt in intelligenten, vernetzten Systemen. Digitale Fallen, giftfreie Lockstoffe und cloudbasierte Dokumentation ermöglichen eine lückenlose Überwachung – ganz ohne den ständigen Einsatz von Gift. Sobald ein Befall erkannt wird, erhalten Verantwortliche sofort eine Benachrichtigung und können gezielt reagieren. Die Vorteile liegen auf der Hand: weniger Chemieeinsatz, geringere Umweltbelastung, bessere Auditierbarkeit und ein Höchstmaß an Sicherheit für Mitarbeiter und Produkte.
Darüber hinaus helfen digitale Systeme, Schwachstellen im Betrieb frühzeitig zu erkennen – etwa undichte Türen, fehlende Fliegengitter oder bauliche Mängel – und so präventiv gegen einen Befall vorzugehen.
Was sollten Unternehmen jetzt tun?
Wer noch auf befallsunabhängige Dauerbeköderung setzt, sollte die verbleibende Zeit bis Ende 2025 nutzen, um die eigenen Prozesse zu überprüfen und anzupassen. Empfehlenswert sind:
- Eine umfassende Risikoanalyse für alle Standorte
- Die Einführung digitaler Monitoring-Lösungen und giftfreier Köder
- Schulungen für Mitarbeiter zu neuen Abläufen und Dokumentationspflichten
- Die Zusammenarbeit mit erfahrenen Dienstleistern, die bei der Umstellung unterstützen
Wer jetzt handelt, sichert sich nicht nur die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben, sondern positioniert sich auch als verantwortungsbewusstes und zukunftsorientiertes Unternehmen.
Wie viel kostet digitales Schädlingsmonitoring?
Flexible Lösungen für jede Betriebsgröße
Die genauen Kosten richten sich nach Ihren individuellen Anforderungen, der Größe Ihres Unternehmens und den spezifischen Gegebenheiten vor Ort. Mit unseren modularen Paketen finden Sie garantiert die passende Lösung für Ihren Bedarf.
